Aschermittwoch

In einem Karnevalslied heißt es: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ Das stimmt und ist doch nicht ganz richtig. Karneval ist zwar vorbei, dafür beginnt aber eine ganz andere Zeit – die Fastenzeit!

Pastor Boßmann kam am Aschermittwoch zu uns in die Schule. Zuerst er hat uns viel über die Fastenzeit erklärt:

Früher waren die Fastenbräuche in den christlichen Kirchen sehr streng. Im Mittelalter waren Fleisch, Milch, Eier und Wein in den Fastenwochen ganz verboten. Solche strengen Verbote gibt es heute nicht mehr. Eigentlich geht es auch nicht um Regeln und Verbote. Die Fastenzeit soll den Menschen helfen, ruhig zu werden und über sich, Gott und die Welt nach zu denken.

Die Fastenzeit dauert 40 Tage bis Ostern.

Der “Aschermittwoch” hat seinen Namen, weil katholische Priester den Gläubigen, die an diesem Tag zur Kirche kommen, ein Kreuz aus Asche auf die Stirn malen.  

Pastor Boßmann hat den Kindern, die es wollten, auch ein Aschekreuz auf die Stirn gemalt. Dabei sagte er: “Gedenke Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrst du zurück.” Das soll uns Menschen daran erinnern, dass alles einmal vorbeigeht. Früher wurde Asche auch als Putzmittel verwendet. Die Aschekreuze sind  damit auch Zeichen für eine Reinigung der Seele.